In dem Koalitonsvertrag zwischen CDU und den Grünen ist von dem Jobticket die Rede. Dennoch mache ich in Paderborn erschreckende Beobachtungen und möchte dazu Vorschäge unterbreiten:
– Selbst bei dem coronabedingt eingeschränkten Universitätsbetrieb stehen dort sehr viele parkende Autos. Aus allen Himmelsrichtungen fahren Busse an der Universtät vorbei. Und trotzdem sind dort offensichtlich Menschen tätig, die die Mitmenschen und die Umwelt tagtäglich mit ihren Fahrzeugen schädigen und belästigen. Die parkenden Autos werfen ein negatives Licht auf die Universität und die Stadt sowie den Kreis Paderborn. Und eine schlimme Folge der individuellen Anreise ist, dass nun die Gefahr besteht, dass Regionalbuslinien, die an der Universität vorbeifahren, eingestellt werden.
– Um hier eine Veränderung zu erreichen, müssten ab sofort Parkgebühren erhoben werden, die gleichzeitig ein Jobticket darstellen. Obwohl die Fahrzeugbesitzer*innen an der Universität teilweise ein hohes Bildungsniveau haben, verhalten sie sich nicht klimagerecht. Wenn an der Universität arbeitende Menschen dann trotz der Parkgebühren weiter die individuelle Fortbewegung wählen, so könnte zumindest das eingenommene Geld für die Verbesserung des Nahverkehrs verwendet werden.
Langfistig ist eine drastische Reduzierung der Parkflächen zugunsten der Natur anzustreben.
– Das Gleiche gilt für andere öffentliche Einrichtungen. So sind z. B. an den Schulen meistens Bushaltestellen. Trotzdem gibt es Lehrkräfte und Schulleiter*innen, die tagtäglich mit dem Auto vorfahren. Auch dort sollten die Parkplätze kostenpflichtig und die Beteiligten von dem Jobticket überzeugt werden.
– Es ist ebenfalls wünschenswert, dass alle Arbeitgeber *innen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern keine kostenfreien Parkplätze mehr zur Verfügung stellen, wenn der öffentliche Nahverkehr zumutbar ist.
– Ein aufschlussreiches Projekt wäre sicherlich, einmal z. B. an der Bahnhofstraße morgens und vormittags die Autos zu zählen, in denen nur eine Person sitzt. In sehr vielen Fällen wird es sich um Autopendler*innen handeln, die der Meinung sind, es sei angemessen, 600 kg, 1000 kg oder sogar mehr als 2000 kg (bei den SUVs) von A nach B zu bewegen, um eine Person zu transportieren. Wenn die Menschen in einigen Jahren nicht mehr genügend Wasser und Nahrung haben, weil durch die Planetenzerstörung die Lebensgrundlagen verloren gegangen sind, dann werden unsrere Nachkommen fassungslos vor dem Größenwahn unserer Gegenwart stehen.

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