Ich weiß ein kontroverses Thema, aber wer die Klimakrise nicht leugnet muss sich auch mit dem Thema Ernährung beschäftigen. Die Ethik lasse ich hier mal außen vor. Nahrungsmittel tierischen Ursprungs haben in der Regel einen vielfach höheren CO2 Fußabdruck als pflanzliche Lebensmittel. Dazu kommt noch das Abholzen von Regenwäldern für Sojaanbau für das Tierfutter und auch der enorme Platzverbrauch für den Futteranbau hier bei uns. Das noch kombiniert mit Monokultur und Einsatz von Pestiziden etc. ist das Gegenteil von nachhaltiger und klimafreundlicher Landwirtschaft.

Die Landwirtschaft sollte auf nachhaltigen Anbau umgestellt werden, der nicht den Boden und umliegende Natur zerstört, sondern sich in die natürlichen Kreisläufe integriert. Ausbeutung der Böden auf Kosten von letztendlich uns allen muss idealerweise verhindert(verboten) werden oder zumindest die Wiederherstellung mit eingepreist werden (beispielsweise die Grundwasserbelastung durch zu viel Nitrat).

Beim Einkaufen sollten regionale und pflanzliche Produkte im Vordergrund stehen und auch explizit beworben werden. Für ziemlich sinnvoll halte ich hier eine Angabe des gesamten Klimaabdrucks (nicht nur CO2) direkt mit am Preisschild. Außerdem direkt Label für pflanzliche Produkte, wo das nicht offensichtlich ist (Obst und Gemüse).

Wie jeder weiß sind wir alle oft gern bequem, daher muss es möglichst leicht sein, die klimafreundlichen Entscheidungen zu treffen. So sollten möglichst überall leckere, regionale und pflanzliche Essensangebote verfügbar sein, zum Beispiel beim Mittagsessen in Kinderbetreuungsstätten, Schulen, Fachhochschulen und Unis. Das könnte man sogar noch weiter treiben und diese günstiger anbieten als z.B. Fleischgerichte, wenn das nicht durch den CO2 Preis eh schon der Fall sein wird.

Das geht dann weiter bei Restaurants und Imbissbuden, von Ständen auf einem Stadtfest über Lieferdienste bis hin zu Snackautomaten.

Da auch wegen mehr Homeoffice mehr zu Hause gekocht wird, bietet sich dazu auch eine Angebot von Rezepten/Kochkursen mit regionalem Obst und Gemüse.

Ihr Name
Marco Engelbrecht
16510cookie-checkKlimafreundliche Ernährung und Landwirtschaft