30 % der in Deutschland anfallenden Treibhausgase sind dem Betrieb und der Nutzung von Gebäuden zuzurechnen (BBSR 17/20, siehe auch www.progruen-paderborn.de). Während bei der Errichtung von Gebäuden der Beton der heimliche Klimakiller ist, ist es bei deren Betrieb und Nutzung der Faktor Wärme. Was liegt also näher als bei Neubauten den Passivhausstandard, besser noch den Standard Plus zu erreichen? Die Technik dafür, vor über 30 Jahren in Deutschland entwickelt, ist inzwischen weltweit eingesetzt und hat sich nach Überwindung von Kinderkrankheiten bei der Umsetzung bewährt, zumal der Standard bei den Investivkosten nicht nennenswert teurer ist und sich schon bald bei den weiterhin steigenden Heizkosten rechnet. Daher sollte das Passivhaus beim Neubau zum Standard werden. Entscheidend dabei sollte jedoch nicht der Kostenfaktor sein sondern der ökologische Fußabdruck: Wir müssen auch im Gebäudebereich CO2-Neutralität erreichen. Hier kann sie sofort – mit jedem Neubau – erreicht werden und erspart spätere kosten- und energieaufwendige energetische Sanierung. Hier gilt der Satz: Keine Klimawende ohne Bauwende! Nicht zu vergessen ist dabei die Nachrüstung im Altbaubestand auf Passivhausstandard. Dieser sollte ohnehin zwecks Erhalt der „grauen Energie“ nicht abgerissen sondern weiter genutzt werden.

18880cookie-checkPassivhaus-Plus im neuen Stadtquartier